Rating-Agentur stuft Kreditwürdigkeit von Italien und Spanien runter

Kreditwürdigkeit

Italiens Bonität wurde abgewertet - jedoch nur um eine Stufe.

Als letzte der drei großen Rating-Agenturen hat jetzt auch Fitch die Kreditwürdigkeit von Spanien und Italien herabgestuft. Während man es von Italien erwartet hatte, kommt die Beurteilung für Spanien auch für Experten überraschend.

Der amerikanischen Bonitätswächter Fitch hat die Kreditwürdigkeit von Spanien und Italien herabgestuft. Für Spanien gar um zwei Stufen auf die Note „AA-„.. Damit liegen die Spanier jetzt auf der gleichen Stufe wie Malta und die Slowakei. Gleichzeitig kann man davon ausgehen, dass das iberische Land künftig mehr Geld für Kreditzinsen ausgeben muss. Ähnlich geht es auch Italien. Dort wurde die Bonität auf die Stufe „A+“ gesenkt. Dies ist allerdings nur eine Stufe niedriger als bisher. Doch auch für die Zukunft sieht Fitch keine positive Entwicklung für die beiden angeschlagenen Länder.

Neben der Senkung der Kreditwürdigkeit beurteilte die Rating-Agentur die weiteren Aussichten mit negativ, was annehmen lässt, dass in der nächsten Zeit mit weiteren Senkungen zu rechnen ist. Vor allem Spanien hat sich noch nicht von der globalen Finanzkrise in 2009 erholt, die dort den totalen Zusammenbruch der Immobilienwirtschaft zur Folge hatte. Darüber hinaus befindet sich auch die Arbeitslosigkeit in Spanien mit rund 20 Prozent auf einem absoluten Rekordniveau.

Italiens Kreditwürdigkeit senkte die Rating-Agentur in erster Linie wegen der Verschärfung der Euro-Krise. Auch hier sieht Fitch eher negative Aussichten für die Zukunft. Man habe dort zu zögerlich auf die Krise reagiert und nur ein „unzureichendes Verhalten gezeigt. Als drittgrößte Volkswirtschaft der EU muss Italien einen Schuldenberg in Höhe von 1,9 Billionen Euro bewältigen. Auch das Wirtschaftswachstum ist nach Fitch „chronisch niedrig“. Außerdem wird bezweifelt, dass die Regierung unter Präsident Silvio Berlusconi in der Lage ist, die beschlossenen und notwendigen Haushaltsreformen umzusetzen. Analysten befürchten nun als Konsequenz dieser Herabstufungen, dass der Euro unter eine Marke von 1,30 Dollar fallen könnte.

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